Tuesday, 29. july 2008
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Es ist ein alter, unausrottbarer Aberglaube unter Seeleuten, daß es bei Sturm die See beruhigt, wenn eine Frau die Kleider ablegt und sich nackt an Deck stellt. Die
Chronik schweigt darüber, wer als erster diese Idee hatte, aber der römische Schriftsteller Plinius empfiehlt den Trick bei Schwerwetter genauso wie das Dichtmachen der Luken und das Nachschleppen
langer Leinen.
Ziemlich bald jedoch wandelte sich der Aberglaube, und die barbusige Galionsjungfrau kam in Mode. Vielleicht hatten es die Bordfrauen satt, sich im Sturm die Kleider vom Leib zu reißen.
Um die Galionsfigur rankte sich bald ein eigener Aberglaube; so hieß es, daß sie keine Ohren haben dürfe.
Die Seeleute klagten nämlich darüber, daß die Leinen an den Ohren unklar kämen.
Man sollte meinen, daß ein vorspringender, nackter Busen in dieser Hinsicht das größere Risiko war.
Aber nein. Das Problem, und dabei blieben sie, waren die Ohren.
( aus Anker mittschiffs )
" Küchentipp für Smutjes : Kaufen sie Spaghetti statt Makkaroni. Denn Spaghetti kann man leichter auf Käfer untersuchen, während man bei Makkaroni immer durch die Löcher
blasen muß. "
RFS
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von RFS Morgenstern
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veröffentlicht in: Heiteres aus dem Bordalltag
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